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Qigong

Das Qi

„Es ist sowohl alte Kunst als auch moderne Wissenschaft“. Man sagt, Qi existiert einfach: im Körper, in der Umgebung, im Himmel und in der Erde. Die Atemtechnik mit bewusstem Ein- und Ausatmen führt dazu, Qi im Körper zu sammeln und zu regulieren, positive Energie zu stärken und negative Energie abzuschwächen oder überhaupt auszustossen.

Qigong-Übungen

Fast alle Qigong-Übungen sind gekennzeichnet durch tiefes Ein- und Ausatmen, wenige und langsame körperliche Bewegungen und durch geistige Entspannung oder intensive Konzentration. Qigong ist ein nützliches Werkzeug, um die Atmung, den Geist und den Körper zu Harmonisieren, den alltäglichen körperlichen und geistigen Stress abzubauen, Krankheiten vorzubeugen und zu heilen. Regelmässige Qigong-Übungen schaffen ein allgemeines Wohlbefinden und haben eine positive Auswirkung auf Geist und Nerven. Millionen von Menschen in China und überall in der Welt üben täglich Qigong. Jeder kann es erlernen, unabhängig vom Alter. Man kann es in jeder Situation üben: im Stehen, Gehen, Sitzen oder Liegen.

Täglich eine kurze Qigong-Übung hilft enorm gegen Stress, Nervosität und Schlaflosigkeit. Die Übungen setzen keine besonderen räumlichen Gegebenheiten voraus. Sie lassen sich im Freien an der frischen Luft genauso wie bei geöffnetem Fenster zu Hause oder am Arbeitsplatz durchführen. Einfache Qigong-Übungen beanspruchen lediglich fünf bis zehn Minuten. Nach der Übung fühlt man sich frisch und körperlich erfrischt und entspannt. So wird der Tag mit voller Kraft und Konzentration begonnen bzw. fortgesetzt, bis man abends gelöst und entspannt zur Ruhe geht.

Die heutige Praxis des Qigong beruht auf Übungen, die bereits in den frühesten daoistischen und buddhistischen Schriften zu finden sind. Diese Erkenntnisse und Erfahrungen sind mit Sicherheit einige tausend Jahre alt. Im Gegensatz zum Tai Ji und Kung Fu lässt sich Qigong jedoch kaum auf eine einzelne Wurzel zurückzuführen. Einerseits ist der Begriff Qi viel älter als die ältesten Quellen über Qigong; andererseits ist dieser Begriff sowohl im Buddhismus als auch im Taoismus und im Konfuzianismus von einer zentralen Bedeutung. In Qigong harmonisieren die taoistische Yin-Yang Lehre, die buddhistische Meditationsgrundlage und die konfuzianische Philosophie. Eine Vielzahl von Schriften belegen, dass Qigong in China ein sehr populärer und hochgeschätzter Begriff war und ist.

Die Atemtechnik mit Qigong wurde bereits im sechsten vorchristlichen Jahrhundert auf Jadeplättchen dokumentiert. Ein Text von Bao Pu Zi weisst auf die universelle Gegenwart von Qi hin. „Der Mensch lebt inmitten von Qi und Qi erfüllt den Menschen. Angefangen bei Himmel und Erde bis zu den zehntausend Wesen, alles bedarf des Qi, um zu leben. Wer das Qi zu führen weiss, nährt im Inneren seinen Körper und wehrt nach aussen hin schädigende Einflüsse ab“. Im Buch „Huang-Di nei- Jing„ (Die Innere Medizin des Gelben Kaisers Huang-Di) aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert, dem ältesten medizinischen Lehrbuch Chinas, wird ebenfalls Qi beschrieben.

„Wenn das wahre Qi in Harmonie ist, woher kommen dann die Krankheiten?“ Die Antwort auf diese Frage liegt in den Grundsätzen des Qigong als Therapie. Qigong war sowohl in der Dichtkunst, nachweislich ab dem 7. Jahrhundert n. Chr., als auch in der medizinischen Fachliteratur des alten China ein ergiebiges ausführlich behandeltes Thema. Für die Dichter bildete das Qi eine Quelle der Inspiration und der Wahrheit, für chinesische Mediziner bot es die Grundlage für Pathologie und Therapie und galt als Mittel zur Heilung von Krankheiten.

Qigong- Philosophen und alte Meister sprachen schon vor mehr als tausend Jahren über den Kosmos als Körper des Qi. Qi verfügt über die Eigenschaften von Yin und Yang. Wird das Qi ausgesendet, so durchdringt es alle Dinge. Zieht es sich zusammen, wird es zu einer Art von Nebelgestalt. Gerinnt diese zur Form, wird daraus Materie. Und wenn sich die Materie schliesslich auflöst, ist dies die Rückkehr des Qi in seinen ursprünglichen Zustand. Eine Betrachtungsweise des Universums, die mit verblüffender Exaktheit den richtungsweisenden Theorien der Physik des 20. Jahrhunderts entspricht. Aber auch das ist eine Eigenheit von Qigong.

Wasser
Wie das Wasser in seiner höchsten Güte
Schreitet es mit keinem und tut den Dingen gut
Es gleicht dem Tao weil es auch Niedrige füllt
Beim Wohnen zeigt sich die Ruhe am Platz
Beim Herzen zeigt sich die tiefe Empfindung
Beim Gehen zeigt sich die Wohlgesinnung
Beim Reden zeigt sich der Inhalt ohne Widerspruch
Beim Verwalten zeigt sich die innere Ordnung
Beim Wirken zeigt sich die Auswahl der Tüchtigsten
Zum Handeln sei die Zeit gut ausgewählt
Wer wie das Wasser mit kleinem streitet
Bleibt ohne Leid

Tao Te King

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